Ein feines und großes Paar Porzellanvasen und -deckel im Wiener Stil, auf Ständern.
Jede von länglicher, schlanker Form. Jeweils mit kobaltblaugrundigem Hals und Deckel mit goldgeprägtem Rollendekor über einem mit einer fortlaufenden Szene bemalten Korpus. Eine davon ist mit der "Jagdgesellschaft der Diana" nach Hans Makart bemalt und auf der Unterseite des Sockels mit "Der Sommer" betitelt. Die andere ist mit fliegenden Nymphen bemalt, die Instrumente spielen und Blumen halten, und auf der Unterseite des Sockels mit "Fur Lichtertanz" betitelt. Jeweils auf kobaltblaugrundigen, kreisförmigen Sockeln und Ständern mit Rondellen auf der Vorder- und Rückseite, die fein mit galanten Szenen umwerbender Figuren bemalt sind.
F / D' Wien Österreich Schildmarke für Franz Dörfl. Die bemalten Körper sind mit "Steller" signiert. Die bemalten Rondelle an den Ständen sind mit "F. Hiebl'.
Österreich-Ungarn, ca. 1910.
Mit einer Höhe von 110 cm sind diese beeindruckenden Vasen prächtige Beispiele für die Kunst der Porzellanmalerei, die im Wien der Belle Epoque perfektioniert wurde.
Diese Vasen wurden von Franz Dörfl dekoriert, dessen Studio auf Porzellan im Wiener Stil spezialisiert und von 1880 bis 1923 tätig war. Die Schildmarke "F/ D" ist die Dekorationsmarke, die ab 1902 bei Franz Dörfl verwendet wurde. Die Malerei auf den Körpern ist von Steller und die Sockelrundungen von F. Hiebl signiert. Beide arbeiteten für Franz Dörfl und sind für ihre feine Porzellanmalerei gut dokumentiert.
Die "Jagdgesellschaft der Diana" wurde 1880-1 von Hans Makart (Österreicher, 1840-1884) gemalt. Die monumentale, über vier Meter hohe und fast neun Meter breite Leinwand "Jagdgesellschaft der Diana" gilt vielen als Makarts bestes Werk. Es befindet sich heute im Ringling Museum in Sarasota, Florida. Der international anerkannte österreichische Künstler war für seine farbenfrohen und detailreichen Historienbilder bekannt und bei den Wiener Porzellanmalern beliebt. Ihr Lieblingsthema waren Makarts fünf weibliche Akte, die die Sinne darstellen und sich mit ihren leuchtenden Farben und phänomenalen Details hervorragend auf Porzellan übertragen lassen. Die dazugehörige Vase ist mit Figuren bemalt, die den Tanz der Lichter darstellen. Die Nymphen fliegen durch die Luft, musizieren und strahlen Schönheit aus. Sie erinnern an das Märchen vom Irrlicht, das von Feen handelt, die ein phosphoreszierendes Licht aussenden, um Reisende bei Nacht in die Irre zu führen. Die Quelle der Komposition ist nicht bekannt, aber stilistisch erinnert sie auch an das Werk von Hans Makart.
Porzellan dieser Art und aus dieser Zeit wird "Wiener Stil" genannt, weil es im Stil des Alt-Wiener Porzellans...
Kategorie
Vintage, 1910er, Österreichisch, Vasen