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Walter Strobl Innenraumgemälde

Österreich, Geb.- 1968
Die Arbeiten von Walter Strobl, egal ob auf Leinwand oder Papier, sind im Grunde Palimpseste: Strobl zerlegt zunächst Gesehenes in Grundbauformen, nimmt diese her und setzt sie in seiner Malerei (ebenso in Zeichnung und Grafik) neu zusammen. Das Handwerkliche ist dabei zentraler Bestandteil für dieses kreative Spiel mit den reduzierten und zugleich verdichteten Bausteinen des Visuellen. Am Ende steht ein Werk vor dem Betrachter, das diesen Tanzen der Grundbauformen fortschreibt, mitunter bekannte Wahrnehmungsbilder mit dem neuen Bildraum in Konkurrenz setzt. Die Veduten, das Stillleben, aber auch der Akt werden Anstoß für ein Spiel des Sehens. Das Sich-Verlieren im Sehvorgang erscheint dabei angereichert um die Erkenntnis, wie konstruiert letztlich unsere Wahrnehmung ist, wie sehr wir die Welt selbst, dem Maler gleich, konturieren. Strobls Malerei erinnert zugleich an die Konstruiertheit der Welt im Allgemeinen: Seine Stadtansichten, Bilder von Räumen und Passagen verweisen feinsinnig darauf, dass wir uns eigentlich immer schon durch arrangierte Wirklichkeiten bewegen. "Eine Stadt oder ein Fluss in einem Flussbett ist eigentlich auch eine Form eines absurden Silllebens", befindet der Maler, der diese Wirklichkeit mit der Schonungslosigkeit eines Giorgio Morandi ins Auge fasst. Der Mensch in den Bildern von Walter Strobl erscheint wiederum eingezwängt in eine künstlich geschaffene Enge. Seine, wie er sie nennt, "Geworfenen", sie sind letztlich Kreaturen, die mit der Kraft der Verzweiflung die letzten Freiräume für das Körperliche erobern müssen: Jeder Bewegung steht hier eine physische Grenze entgegen. Strobls Bildräume verweisen immer auf das Ergebnis menschlicher Eingriffe. Nicht unbedingt muss der Mensch in den Bildern dabei auftauchen. Der Mensch, er hat aber stets sichtbare Spuren, Abdrücke seines Tuns, hinterlassen. "Environments" nennt Strobl seine Kompositionen gerne. Grenzziehungen zwischen der belebten und unbelebten Welt werden in diesen Umgebungen eigentlich hinfällig. Die Raffinesse der Bildwelten Walter Strobls besteht in der Inszenierung einer mitunter fast beiläufig in den Blick genommenen Wirklichkeit. In seinen Dachlandschaften gehören Baukräne oder Antennen ebenso zum Inventar wie die klassischen, so gerne als "pittoresk" bezeichneten Elemente einer Stadtlandschaft. Der Künstler erinnert an die ständigen Interventionen, die der Mensch in der Welt vollzieht - und Strobls Malerei nimmt alles gemeinsam in den Blick: die ausgeformte, scheinbar fertige Wirklichkeit, die offene Wunde ebenso wie das Gerüst. Letztlich gibt es bei ihm keinen bildunwürdigen Gegenstand, sondern nur Elemente im Bildraum, mit denen man sich inhaltlich und formal auseinander zu setzen hat. Besonderes Augenmerk liegt bei Strobl in dieser Auseinandersetzung auf den Elementen Licht und Farbe. Strobl interessieren dabei besonders die Zwischentöne. Seine Farben entziehen sich definitorischen Festlegungen: Strobl malt das "Unfassbare" hinter der sichtbaren Realität und löst dies in einem sehr nuancierten Farb- und Lichtspiel auf. Farbe und Licht werden zu eigenständigen Themen in dieser Malerei. Das Palimpsestartige seiner Arbeit rückt diese Grundelemente deutlich in den Blick. Die Oberfläche seiner Bilder, die Art, wie die Pigmente haften, erscheint hier beinahe taktil. Die Betrachter sollen sich mit ihren Sinnen für die Bilder öffnen und gleichzeitig Abstand nehmen von dem, was man bisher gesehen hat. Dann tritt man bei Strobl ein in ein Spiel des Sehens einer zweiten Ordnung.
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Künstler*in: Walter Strobl
Raumskizze

Raumskizze

VonWalter Strobl

Walter Strobl schlägt ein neues Kapitel in seinen Erkundungen über die unendliche Spannung zwischen Stille und Bewegung auf. Strobls lebendige Akte fangen Frauen in Bewegung ein: Sie...

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2010er Zeitgenössisch Walter Strobl Innenraumgemälde

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1980er Zeitgenössisch Walter Strobl Innenraumgemälde

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Le Temps Qui Passe – Zeitgenössische Malerei des 21. Jahrhunderts in einer Galeriepassage
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Vorhang -  Contemporary Ausdrucksstark Atmosphärisch  Indoor Ölgemälde
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2010er Zeitgenössisch Walter Strobl Innenraumgemälde

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"Ohne Titel" von Celi JR. - Still-Leben mit rosa Blumen und blauem Himmel
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2010er Zeitgenössisch Walter Strobl Innenraumgemälde

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Öl, Keilrahmenleisten, Leinwand

Status

Maggie EvansStatus, 2021

3.634 €

H 35 in B 60 in

Status

VonMaggie Evans

(geb. 1980 - Denton, TX ::: lebt und arbeitet - Savannah, GA) MAGGIE EVANS ist eine in Savannah, Georgia, ansässige Künstlerin. Derzeit untersucht sie mit Malerei, Zeichnung und I...

Kategorie

21. Jahrhundert und zeitgenössisch Zeitgenössisch Walter Strobl Innenraumgemälde

Materialien

Leinwand, Öl