Hannes Forster
Geometrische Komposition (Minimalismus, Konstruktivismus)
Medium: Graphit-Zeichnung
Einzigartig
Jahr: 1991
Größe: 11,7 × 8,2 Zoll
Handschriftlich signiert und datiert
WEG-Bescheinigung
Hannes Forster (* 1955 in Tuttlingen) ist ein deutscher Künstler.
Forster schloss 1979 sein Studium an der Hochschule der Künste Berlin ab, wo er zu den Meisterschülern von Herbert Kaufmann gehörte. Schon während seines Studiums setzte er sich intensiv mit der Verbindung von Kunst und Architektur auseinander und gewann 1982 den zweiten Preis eines Gestaltungswettbewerbs für einen Freiraum in Berlin-Kreuzberg. In jenen Jahren war Bauschutt eines seiner bevorzugten Arbeitsmaterialien. Später erhielt er weitere Aufträge und Stipendien für Kunst am Bau, wo er Architekturmodelle nach eigenen Plänen baute. Seine Werke wurden seit 1982 auf zahlreichen Symposien und Ausstellungen gezeigt.
Im Laufe seiner Arbeit entwickelte er das Konzept, die Grundrisse seiner dreidimensionalen Ziegelinstallationen als Negativformen in mit Graphit bemalte Holzkörper zu übertragen. Dieses Konzept präsentierte er u. a. 2001 in seiner Ausstellung Schräge Geometrien - dem Quadrat von Kasimir Malewitsch gewidmet im Kunstraum Nr. 10 in Mönchengladbach. Inzwischen steht die Umsetzung beliebiger Grundrisse in solche Holzkörper im Mittelpunkt seiner Arbeit.
An vielen Orten baute er architektonische Installationen, z.B. 1984 die Rettungsbäckerei im Kunstverein Bremerhaven , 1988 Der Platz für die Landesgartenschau in Rheda-Wiedenbrück und Archäologie der Moderne im Haus der Kunststiftung Baden-Württemberg , 1989 Der Schaden am Berg in der Kunsthalle Recklinghausen und mehrere Backsteininstallationen für eine Einzelausstellung im Museum Abteiberg , 1990 La Legge della Laguna auf der Biennale in Venedig, 1990 Eine echte falsche Geschichte im Rahmen des Projekts Material und Raum auf dem Moltkeplatz im Moltkeviertel , 1992 Müde Mauern im Hagenbucher in Heilbronn und 1993 die umstrittene Installation Der Berg ruft (Bergschaden) (ein halb versinkendes Gebäude) im Bergmannsmuseum in Lünen-Süd . Im selben Jahr erhielt er ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats. In den folgenden Jahren folgten zahlreiche weitere Installationen: z.B. im Westfälischen Freilichtmuseum in Hagen-Selbecke, auf dem Art Walk Hoher Fläming, sowie in Bialystok und Sao Paulo, Brasilien.
Verwandte Stile: Konkrete Kunst, Konstruktivismus
Verwandte Künstler: Vladimir Tatlin, Josef Albers, Max Bill, Richard Mortensen, Gottfried Honegger, Gunter Fruhtrunk, Yaacov Agam, Rubem Ludolf, Andrzej Nowacki, Francois Morellet, Alexander Rodchenko, Naum Gabo, Hermann Glöckner...
Kategorie
1990er Neokonstruktivistische Kunst