Melanie Pullen erforscht unsere Desensibilisierung gegenüber Gewalt und deren Verherrlichung, insbesondere bei Frauen, anhand von dramatischen Nachstellungen realer Tatorte und Bildern, die unsere voyeuristische Natur zeigen. In akribisch rekonstruierten, theatralischen Kompositionen stellt Pullen Szenen dar, die soziale Konstrukte und deren Tabus untersuchen. In einem kritischen Dialog über die "forensische Ästhetik" hinterfragt und verführt Pullen mit Bildern, die unsere Annahmen in Frage stellen und ethische Fragen aufwerfen.
Pullen erklärt: "Ich schaffe ständig Bilder, die unsere Wahrnehmung und unser tief verwurzeltes Verlangen, das Verbotene zu betrachten, Schönheit zu finden, wo wir sie nicht finden sollten, und Gewalt zu verherrlichen, in Frage stellen."
Pullens verstörende und doch fesselnde Bilder offenbaren die voyeuristischen Tendenzen in uns allen. Sie selbst bezeichnet deren Aneignung als ausbeuterisch, während die Bilder die gesellschaftlichen Moralvorstellungen durch augenzwinkernde Tableaus mutig konfrontieren.
In ihrem von der Kritik hochgelobten Buch "High Fashion...
Kategorie
Anfang der 2000er Postmoderne Kunst
MaterialienArchivtinte, Tintenstrahl