Carstens Uffrecht, Art Deco Stilisierte Flow-Glasurschale att. Hildegard Delius
VonSteingutfabrik J. Uffrecht & Co., Hildegard Delius
Dieses markante Werk des Bauhaus Art Deco der 1930er Jahre stammt von der Töpferei Carstens Uffrecht und wird der damaligen Chefdesignerin Hildegard Delius (geb. 1896 - gest. 1955) zugeschrieben. Der geometrische Bauhaus-Einfluss ist in der gleichmäßig gewölbten, stilisierten architektonischen Form A sehr deutlich zu erkennen und wird durch subtile Kreuzschraffuren im Glasurdekor noch betont. Die prächtige handgemalte Glasur besteht aus einer Basis aus Vanillecreme, die mit einer Palette von Orangetönen wie Aprikose, Marmelade, Bernstein und Ocker überlagert und durch tiefere Kaffeebrauntöne weiter aufgewertet wird.
*Hinweis* Die Schüssel wird nicht mit dem auf den Fotos abgebildeten Ständer geliefert.
CONDIT
Ausgezeichnet. Keine Chips oder Reparaturen. Es gibt eine einzelne Haarlinie Stress Rissbildung, die sehr schwach mit dem bloßen Auge sichtbar ist, sondern angemessen mit dem Alter des Stückes, beziehen sich bitte auf Fotos, wie sie Teil des Berichts Zustand bilden. Die Unterseite der Schale trägt den Stempel von Carsten Uffrecht mit der Aufschrift "DEK18" und der Modellnummer "444".
MASSNAHMEN
Höhe: ca. 6,5 cm (von der Basis bis zum Rand) und ca. 30 cm Länge (an der längsten Stelle). Breite: ca. 9,6" / 24,5 cm (an der breitesten Stelle) Maße der Basis: ca." 6,4 / 16,2 cm x ca. 5,9" / 15 cm.
EIN BISSCHEN GESCHICHTE
Carstens Uffrecht, das 1845 von Jacob Uffrecht gegründet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor die Familie Carstens ihre Keramik- und Porzellanfabriken auf ostdeutschem Gebiet. 1945 wurde aus Carstens Uffrecht der VEB Haldensleben, ein ostdeutscher Vasenhersteller. VEB steht für Volkseigener Betrieb" und bezieht sich auf die volkseigenen Betriebe in der DDR.
Hildegard Delius (1896-1955) und ihr Ehemann Klaus Delius waren von Mitte der 1920er bis Mitte der 1930er Jahre die bekannten Gestalter bei Carstens Uffrecht, die die architektonische Vision des Bauhaus-Gründers Walter Gropius aufgriffen.
Der VEB Haldensleben konzentrierte sich vor allem auf die Herstellung von Vasen hoher Qualität. Wie bei den Vasen aus Strehla sind die Farben gedämpfter als bei den Vasen aus Westdeutschland. Oft sind die Vasen mit mindestens einer Metallglasur versehen. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 ging das ehemalige DDR-Werk wieder in den Besitz der Familie Carstens über und der Name wurde in Carstens Keramik...
Kategorie
Frühes 20. Jahrhundert Deutsch Bauhaus Schalen und Körbe von Jean Besnard