Theo Meier (1908-1982)
"Eine balinesische Frau mit Opfergaben"
Signiert, datiert '36 und mit dem Vermerk Mankok (Name des Dargestellten) unten links
Sanguine auf Papier, Maße: 57 x 41,5 cm
In einem handgefertigten und handbemalten Rahmen mit Adresse: Max Kno¨ll, Herberggasse 4/1, Basel.
Provenienz:
Privatsammlung, Basel (direkt vom Künstler erworben)
Privatsammlung, London
Anmerkung:
Theo Meier wurde in Basel geboren, wo er die Kunstschule besuchte und ein erfolgreicher Porträtmaler wurde. Nachdem er jedoch in Basel eine Ausstellung mit tahitianischen Gemälden von Paul Gaugin besucht hatte, beschloss er, in Gaugins Fußstapfen zu treten und in den Südpazifik zu reisen. Um seine Reise zu finanzieren, gründete er einen Verein, in dem jedes Mitglied einen monatlichen Beitrag leistete, für den es sich nach seiner Rückkehr eines von Meiers Bildern aussuchen konnte.
Im Jahr 1932, im Alter von 24 Jahren, brach er zu seiner Reise in die Südsee auf. In Tahiti entdeckte er zwar die Schönheit der Farben der tropischen Welt, aber die Einfachheit der Bewohner, die er in den Gemälden Gaugins gesehen hatte, entpuppte sich mehr in der Fantasie des Künstlers als in der Realität. Er kehrte nach Basel zurück, war aber 1935 wieder auf dem Weg in die Südsee. Im Jahr 1936 kam er auf Bali an, wo er zwei oder drei Wochen bleiben wollte, aber dreißig Jahre später war er immer noch dort. In Bali "hat mich ein Delirium ergriffen, das bis heute nicht abgeklungen ist", sollte er viel später schreiben. Die vorliegende Zeichnung entstand während seines ersten "delirius"-Jahres auf Bali. Auf Bali ließ er sich nieder und fand Inspiration und Freundschaft mit anderen Künstlern, darunter Walter Spies...
Kategorie
1930er Expressionismus Theo Meier Kunst
MaterialienPapier, Buntstift