Südmexiko &Neuspanien - Aufklärungskarte von Rigobert Bonne, ca. 1780
Südmexiko &Neuspanien - Aufklärungskarte von Rigobert Bonne, ca. 1780
Diese fein gestochene Karte aus dem späten 18. Jahrhundert zeigt den Süden Mexikos und Mittelamerikas. Sie trägt den Titel Partie Méridionale de l'Ancien Mexique ou de la Nouvelle Espagne und wurde um 1780 von Rigobert Bonne gestochen, einem der einflussreichsten Vertreter der französischen Kartografie der Aufklärungszeit. Die Karte deckt das südliche Neuspanien vom Golf von Mexiko bis zum Pazifik ab, einschließlich der Halbinsel Yucatán, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama, und bietet eine kohärente französische geografische Vision von Mesoamerika am Vorabend großer politischer Veränderungen.
Bonne war als Ingénieur-Hydrographe de la Marine und Chefkartograph am Dépôt de la Marine in Paris tätig, wo er die Nachfolge von Jacques-Nicolas Bellin antrat. Seine Arbeit markierte einen entscheidenden Wandel hin zu einer wissenschaftlichen, auf Messungen basierenden Kartografie, bei der Klarheit, standardisierte Projektion und die sorgfältige Synthese von zeitgenössischen Reiseberichten und kolonialen Informationen im Vordergrund standen. Diese Karte gehört zur Reifezeit von Bonne und ist ein Beispiel für seinen zurückhaltenden, aber gut lesbaren Stichstil.
Die geografischen Gegebenheiten werden präzise und ausgewogen wiedergegeben. Die Küstenlinien entlang des Golfs von Mexiko und des Pazifiks sind klar gegliedert, während Gebirgsketten, Flusssysteme und Siedlungen im Landesinneren das Land strukturieren. Schlüsselregionen wie Yucatán, Chiapas, Guatemala und der Isthmus von Panama werden detailliert dargestellt und spiegeln ihre strategische Bedeutung innerhalb der spanischen Kolonialwelt wider. Häfen, Kaps und Seerouten unterstreichen die praktische und geopolitische Bedeutung der Karte.
Das breite Querformat, die feine Linienführung und die großzügigen Ränder verleihen der Karte einen hohen dekorativen Reiz. Sie eignet sich hervorragend für klassische und zeitgenössische Interieurs, sei es als Einzelstück oder als Teil einer größeren Gruppe von Landkarten Amerikas aus der Zeit der Aufklärung. Es spricht sowohl Sammler kolonialer Kartografie als auch Innenarchitekten an, die historisch fundierte und dennoch dezente Wandobjekte suchen.
Zustandsbericht:
Guter antiker Zustand. Leichte Alterstönung und leichte Gebrauchsspuren, wie sie bei Kupferstichen des 18. Jahrhunderts üblich sind. Originale Mittelfalte wie ausgegeben. Sauberer Abdruck mit guter Lesbarkeit; die Ränder sind ausreichend für die Rahmung.
Tipps zur Einrahmung:
Am besten gerahmt in dunklem Nussbaum oder ebonisiertem Holz mit einem großzügigen elfenbeinfarbenen oder warmweißem Passepartout. Empfohlenes Museumsglas, um den Kontrast zu verstärken und die feinen eingravierten Details zu erhalten. Besonders wirkungsvoll als großformatiger Blickfang.
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