Bedeutende deutsche Pietà aus dem 14. Jahrhundert
WICHTIGE DEUTSCHE PIETEN AUS DEM 14. JAHRHUNDERT
HERKUNFT: DEUTSCHLAND, REGION DE COLOGNE
ZEITRAUM: BEGINN DES 14. JAHRHUNDERTS, ca. 1330
Höhe: 98 cm
Länge: 45 cm
Tiefe: 33 cm
Polychromiertes Lindenholz
Guter Erhaltungszustand
Provenienz : elsässische Spezialsammlung
Das Thema der Pietà oder des Vesperbildes taucht in Deutschland Ende des 13. Jahrhunderts auf und spiegelt die Mystik des Spätmittelalters wider. Obwohl das Thema in den Evangelien nicht vorkommt, wurde es in der zeitgenössischen Andachtsliteratur häufig erwähnt. In der Tat veränderten sich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts das mystische Denken und die Andachtspraktiken unter dem Einfluss einiger Ordensleute, darunter Heinrich Suso und die heilige Brigitte. In seinen Schriften legte Suso großen Wert auf Kontemplation und Meditation auf den Spuren des Martyriums Christi.
Dies wird große Auswirkungen auf den Bereich der Kunst haben, insbesondere in Deutschland und später in Frankreich. Der Schwerpunkt wird von nun an auf der Trauer liegen, der Tod wird auf einfache Weise dargestellt. Die Wunden von Christus sind klaffend und blutig. Es wird über das Leiden Christi und die sieben Schmerzen der Jungfrau Maria nachgedacht.
Dieses Stück zeigt das Interesse der Gläubigen an diesen Darstellungen, in denen das Pathos regiert.
Die Jungfrau ist sitzend in frontaler Position dargestellt. Die Büste ist sehr langgestreckt. Sie trägt ein rotes Kleid mit einem einfachen Ausschnitt und einem blauen Mantel, der ihren Körper bedeckt. Ihr Gesicht ist leicht nach vorne gebeugt und blickt auf den Körper ihres Sohnes, den sie mit beiden Händen auf ihrem Schoß hält. Das ruhige Gesicht Christi...
Kategorie
15. Jahrhundert und früher Antik Holz-Deko-Objekte