Seltenes Paar flämischer "Verre Églomisé" Hinterglasbilder aus dem 18.
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Seltenes Paar flämischer "Verre Églomisé" Hinterglasbilder aus dem 18.
Ein seltenes Paar flämischer "Verre Églomisé"-Glasgemälde aus dem 18. Jahrhundert, die jeweils Flussuferszenen mit Figuren, Fischern, Schlössern, Häusern, großen Schiffen, Segelbooten, Schafen und Bäumen im Hintergrund darstellen. Gerahmt mit ihrem ursprünglichen vergoldeten Holzrahmen. CIRCA: 1780-1790. Verre Églomisé ist ein französischer Begriff, der sich auf das Verfahren bezieht, bei dem sowohl ein Muster als auch eine Vergoldung auf die Rückseite des Glases aufgebracht wird, um eine Spiegeloberfläche zu erzeugen. Der Name leitet sich von dem französischen Dekorateur und Kunsthändler Jean-Baptiste Glomy (1711-1786) ab, der für die Wiederbelebung dieses Stils verantwortlich war. Glomys Technik war relativ einfach und bestand darin, dekorative Muster in einer Kombination aus einfarbiger Farbe und Vergoldung aufzubringen, in der Regel auf Bilderrahmen aus Glas. Im Laufe der Zeit wurde der Begriff jedoch zur Beschreibung fast aller Verfahren verwendet, bei denen hinterlackiertes und vergoldetes Glas verwendet wird, egal wie aufwändig es ist. Die Technik des Hintermalens von Glas geht auf die vorrömische Zeit zurück. Eine der wichtigsten historischen Perioden der Kunst war in Italien während des 13. bis 16. Jahrhunderts. Kleine Glastafeln mit eingravierten, vergoldeten Motiven wurden auf Reliquienschreinen und tragbaren Altären angebracht. Die verwendete Methode wird von Cennino Cennini beschrieben. Andere Praktiker sind Jonas Zeuner und Hans Jakob Sprungli (1559-1637). Seit dem 15. Jahrhundert wird es in ganz Europa verwendet und findet sich in Gemälden, Möbeln, Trinkgläsern und ähnlichen Gefäßen sowie in Schmuck wieder. Man findet sie auch häufig in Form von dekorativen Spiegelplatten, Zifferblättern und in jüngerer Zeit als Schaufensterschilder und Werbespiegel. Bei der Vergoldung wird das Silber, Gold oder ein anderes Metallblatt mit einem Gelatinekleber fixiert, der nach dem Dämpfen eine spiegelnde, reflektierende Oberfläche ergibt. Das Motiv kann mit verschiedenen Techniken aufgebracht werden, häufig durch Hintermalung vor der Vergoldung oder durch Gravur des Motivs in die vergoldete Schicht oder sogar in das Glas. Beim Malen eines kunstvollen Motivs wie einer Blume wird die natürliche Methode des Künstlers umgekehrt, wobei die Glanzlichter zuerst und der Hintergrund zuletzt aufgetragen werden. Das Blattmetall kann auch mit Klebstoffen auf Ölbasis (Goldsize-Lack) aufgetragen werden, um eine matte Oberfläche zu erzielen. Es ist zu unterscheiden von "Sandwich"-Goldglas, bei dem Blattgold auf ein Stück Glas geklebt und dann oft abgeschabt wird, um ein Design zu formen, und eine weitere Schicht aus heißem Glas darauf aufgetragen und verschmolzen wird, um das Gold im Inneren zu versiegeln. In den letzten Jahren wurde der Begriff "Verre Églomisé" auch für vergoldete und gealterte Spiegel verwendet, die kein eigentliches Design oder Muster aufweisen, aber damit entfernt er sich noch weiter von seinem Ursprung. Ein besserer Begriff dafür wäre der weniger exotisch klingende "Distressed Hand-Gilded Mirror...
18. Jahrhundert Barock Antik Finnische Gemälde
Glas, Vergoldetes Holz, Farbe



















