"Stillleben um 1920" deutsch/amerikanischer Maler der Berliner Sezession Öl auf Leinwand
Annot Jacobi
Berlin 1894 - 1981 München
Stilleben
Öl auf Leinwand
Signiert unten rechts
Größe: 65 x 50 cm
Rahmen: 73 x 58 cm
Guter Originalzustand, leichte Lackabplatzungen (siehe Fotos)
Besichtigung und Abholung nach vorheriger Anmeldung möglich
Die Echtheit wird schriftlich bestätigt.
Annot stammt aus einer akademischen Familie der Oberschicht. Ihr Vater, Otto Krigar-Menzel, war Professor für theoretische Physik an der Technischen Universität Berlin, und ihre Mutter, Jacoba Krigar-Menzel, geborene Elling, war eine ausgebildete klassische Sängerin. Zu ihren Taufpaten gehörten der Komponist Johannes Brahms und der Maler Adolph Menzel, der auch ihr Großonkel war.
Ihre erste künstlerische Ausbildung erhielt sie an der Zeichen- und Malschule des Vereins der Künstlerinnen und Kunstliebhaberinnen in Berlin. Im Jahr 1915 nahm sie Unterricht bei Lovis Corinth. Im Jahr 1916 verteilte sie aus Protest gegen den Krieg ein pazifistisches Memorandum von Fürst Lichnowsky und wurde für 30 Tage inhaftiert. Von 1917 bis 1918 lebte sie in Oslo, wo sie ihr Engagement für den Frieden fortsetzte. 1920 kehrte sie nach Berlin zurück, wo sie sich in der Deutschen Liga für Menschenrechte und ihrer Vorgängerorganisation, dem Bund Neues Vaterland, sowie in der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit engagierte.
Nach einer kurzen Ehe mit dem norwegischen Pianisten Birger Hammer heiratete sie 1923 den Maler Rudolf Jacobi. Von 1923 bis 1926 lebte sie mit ihm in Positano. Ihre Tochter Stella Diana wurde am 22. Mai 1925 geboren; Annot reiste zur Geburt nach Berlin. Im Jahr 1929 wurde ihr Sohn Frank-Arne geboren. 1926 ging Annot nach Paris, um ihre künstlerische Ausbildung an der Malschule von André Lhote fortzusetzen. Zusammen mit ihrem Mann eröffnete sie 1928 die Malschule Annot in Berlin. Das Adressbuch verzeichnete sie 1930 am Lützowplatz 23.
Annot war Mitglied der Berliner Sezession. Im Jahr 1930 nahm sie mit einem Tafelbild, das sie und ihren Mann zeigt, an der Frühjahrsausstellung teil. Unter anderem war sie auf der Großen Berliner Kunstausstellung 1932 vertreten.
Sie setzte sich weiterhin öffentlich für Frieden und Abrüstung ein und veröffentlichte unter anderem im Zusammenhang mit der Genfer Abrüstungskonferenz den Aufsatz "Um die Abrüstung" in Querschnitt (Heft 2/1932, S. 129-131), in dem sie feststellte: "Der Frieden ist eine zu ernste Angelegenheit, als dass man ihn allein dem Militär überlassen könnte."
1933 entzogen die Nationalsozialisten dem Ehepaar die Lehrerlaubnis und zwangen sie, die Schule zu schließen. Ein Grund dafür war ihre Weigerung, jüdische Schüler zu entlassen.
Annot emigrierte 1934 mit ihrem Mann in die Vereinigten Staaten, wo sie die Annot Art School im Rockefeller Centre in New York gründete.
In den Vereinigten Staaten wurde sie u. a. von der Marie Sterner Gallery und den Van Damien-Lilienfeld Galleries vertreten. 1935 wurde ihr Gemälde Käthe Kruse...
Kategorie
1910er Expressionistische Gemälde